SMGV — Der Verband
2000 Mitglieder und über 100 Jahre Tradition

Der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV) ist der Branchen- und Arbeitgeberverband des schweizerischen Maler- und Gipsergewerbes. Er wurde am 31. Mai 1908 als Schweizerischer Maler- und Gipsermeister-Verband gegründet und vertritt derzeit die Interessen von rund 2000 Maler- und Gipserbetrieben der deutschen, französischen und italienischen Schweiz.
Eine kurze Geschichte des Malerhandwerks
Von der Höhlenmalerei bis zur Industrialisierung…
Höhlenmalerei
Das Bedürfnis des Menschen, seine Umgebung auch in farblicher Hinsicht zu gestalten, nahm in der El-Castillo-Höhle in Spanien vor rund 40 000 Jahren seinen Anfang – jedenfalls fand man dort die ältesten bis heute bekannten Höhlenmalereien. Zur Farbgebung nutzten unsere Vorfahren Grundstoffe, wie sie die Natur zur Verfügung stellte, also z.B. Erze, Pflanzensäfte oder auch Oxide, wie sie teilweise auch heute noch in den modernen Anstrichfarben Verwendung finden.
Hochkulturen
Nach und nach entstanden Hochkulturen, wie etwa die ägyptische oder griechische, die ihre Bauten farblich ausschmückten. Später waren es die Römer, durch die sich Wissenschaften, Künste und Handwerksberufe in ganz Europa ausbreiteten.
Mittelalter
Im Mittelalter spielte zunehmend der Bau von Burgen, Klöstern und Kirchen eine dominante Rolle, wo neben mehrheitlich roh verputzen Wandflächen Wand- und Deckenmalereien die wesentlichen Schwerpunkte der Farbgebung bildeten. Farbige Anstriche im bürgerlichen Wohnbau waren noch unbekannt. Die wichtigsten Grundstoffe bildeten Erd‑, Mineral- und Kohlenstoffpigmente, Kalk und tierische Leime.
Gotik – Renaissance – Barock
In der Gotik und der Renaissance (ca. 1200 bis 1650) verbreiterte sich die Anwendung der Malerei. Glas- und Altarmalerei blühten, den Vergoldern ging die Arbeit nicht aus, überhaupt entstanden bereits spezialisierte Berufsbezeichnungen wie Stubenmaler, Anstreicher, Tüncher etc. Bauten von Wohlhabenden waren nun die ersten bürgerlichen Objekte, die von Malern ausgestaltet wurden. Mit den Entdeckungen kamen neue Pigmente nach Europa wie Karminrot, Indigo, Indischgelb etc. Die reiche Ausgestaltung von Schlössern und Residenzen setzte sich im Barock (bis ca. 1800) fort. Es gab neue Mineralpigmente wie Pariser Blau, Zinkweiss, Ultramarinblau. Firnisse wurden verbessert, es kam zur Blütezeit der Lackierarbeiten, von Stuck- und Imitationstechniken.
Industrialisierung
Mit der Industrialisierung setzte sich das Malerhandwerk als wichtiges Baunebengewerbe durch. Produktionsbetriebe, Bildungsbauten, Verwaltungsgebäude, aber auch Mietshäuser waren farblich zu gestalten, Tapeten waren aus den Wohnungen kaum mehr wegzudenken. Erste, werterhaltende Anstriche waren auszuführen.
Profitieren Sie von einer Mitgliedschaft! beim SMGV
Mitglied des SMGV können alle Unternehmer der Maler- und Gipserbranche unter definierten Voraussetzungen werden. Die Aufnahme in den SMGV erfolgt über einen unserer 34 Regionalverbände. Diese entscheiden über den Beitritt des Unternehmens zum Verband. Interessierte Unternehmen erhalten vom jeweiligen Regionalverband die Statuten ihres Regionalverbandes sowie das Beitrittsformular für die Aufnahme.
Mit einer Mitgliedschaft profitieren Sie nicht nur von finanziellen Vorteilen – z. B. im Berufsbildungsfonds oder bei der Militärentschädigungskasse –, Sie können auch an den verschiedensten unternehmens- und fachspezifischen Seminaren oder Weiterbildungen teilnehmen. Ausserdem erhalten Sie weitreichende Unterstützung in fachtechnischen, rechtlichen, bildungsrelevanten, politischen und organisatorischen Belangen sowie in Marketing und Kommunikation.
Wer auf die Tube drückt, ist nicht immer Maler.
Berufsbild Maler
Der Bau ist ohne Malerin und Maler nicht fertig! Sie vollenden ihn, geben ihm ein Gesicht: Sie beschichten verschiedenste Untergründe im Innen- und Aussenraum mit unterschiedlichen Materialien, um sie zu dekorieren, zu veredeln oder zu schützen. Malerinnen und Maler sind die Kreativen am Bau.
Wer Abwechslung sucht, liegt mit dem Malerberuf genau richtig.Der grösste Teil der Arbeit ist vor Ort, also immer wieder auf anderen Baustellen mit unterschiedlichen Anforderungen und Aufgaben auszuführen. Es sind Arbeiten bei Neu- und Umbauten, Renovationen und Restaurationen.
Malerinnen und Maler arbeiten immer im Team.Sie unterstützen sich gegenseitig, lernen voneinander. Im Team macht die Arbeit Spass, man freut sich darüber, gemeinsam einen guten Job gemacht zu haben.
Und das Beste: Die Malerarbeit ist am Ende immer sichtbar, du kannst mit Stolz auf sie zeigen: Hier habe ich gemalt!